
Osemund ist ein Begriff der montanistischen Fachsprache, häufig erwähnt seit dem 13. Jahrhundert in Schweden und auf dem Gebiet der Hanse, seit dem 16. Jahrhundert auch im Sauerland und Bergischen Land. Man kannte den Begriff, wusste aber nicht, was mit dem Begriff gemeint war. So konnte sich ein Mythos um diesen Begriff bilden, angefangen vom Begriff selbst und seiner etymologischen Herkunft bis zu seiner Verwendung als besonders qualitativ hochwertige Eisensorte, deren Herstellung geheim gehalten wurde, um die Konkurrenz vom Markt fernzuhalten. Interessant dabei ist die Tatsache, dass das Produkt im Kölnischen Sauerland in Osemundhütten hergestellt wurde, während im Bereich des Bergischen Landes und Märkischen Sauerlands vom Schmieden, also Osemundschmieden, die Rede war. Es musste sich also um einen Verarbeitungsprozess handeln, dessen Arbeitsschritte vom benötigten Eisenerz über die Verhüttung bis zur Verarbeitung und Verwendung behandelt und seine Bedeutung, insbesondere im oberen Volmetal, herausgestellt wird.
